Tempelhove Algo Trading: We enable you to go high frequency
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- Created on Wednesday, 13 July 2011 13:30
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Was kostet eigentlich eine Algo Trading Software? von Dr. Johannes Gomolka.
Viele Kunden kommen mit der Vorstellung zu uns, dass man eine Algo Trading Software genauso kaufen kann, wie ein Paket Microsoft Windows bei Amazon. Wir werden nach den Vorteilen und Wettbewerbsvorteilen der Software gefragt, nach Probelizenzen, der Grafik und – vor allem – nach dem Preis. Der Eindruck drängt sich auf, das Software kaufen sei so einfach wie Zigaretten vom Kiosk. Man beauftragt kurzerhand einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, Assistenten oder Diplomanden, damit den Auswahlprozess möglichst billig durchzuführen.
Fast ausschließlich C/C++ im professionellen Bereich
Die Angaben zu den Kosten einer Algo Trading Software sind widersprüchlich. Nach Branchenschätzungen geben Großbanken für die Entwicklung eigener Algo-Trading Lösungen in der Anfangsphase zwischen 1,5 und 2 Mio. US-$ aus. Meisten hoch-professionell individualisierte high-end Systeme von Spezialbanken, fast ausschließlich in der Programmiersprache von C/C++.
Bei preiswerten Standardlösungen wird am Support verdient
Im Vergleich dazu erscheinen preiswertere Standard-Lösungen für Algorithmic Trading wie Spielzeug. Sie basieren auf einfachen Programmiersprachen (z.B. C#/.Net) , sind modularisiert, enthalten vorgefertigte Algorithmen und werden als Massenware mit möglichst vielen Schnittstellen möglichst billig vertrieben. Man muss sich die Frage stellen, wie man eine gute Algo-Trading Software heutzutage überhaupt unter 100k € anbieten kann. Die Antwort ist einfach: der Software-Anbieter verdient nicht primär durch den Verkauf sondern durch die Anpassung des Systems an die individuellen Wünsche des Kunden. Die sich danach anschließende Pflege der Systeme gestaltet sich dann kostenaufwendig, weil nur wenige Entwickler in das System eingearbeitet sind. Die Schwachstellen solcher Software zeigen sich also erst dann, wenn die Software nach wenigen Jahren erweitert werden soll. Im Laufe der Jahre haben wir viele Kunden kennen gelernt, welche nach einem Ausweg aus diesen Pflegeverträgen für ihre Standard-Software gesucht haben. Dies ist leider nicht immer möglich, wenn beispielsweise eine Handelsstrategie mit einer Software verwachsen ist.
Kunden verzichten auf fachkundige Beratung
Die meisten Kunden glauben am Anfang ihrer Recherchen, mit günstigen Standard-Lösungen gegen hoch-spezialisierte Software etablierter Akteure konkurrieren zu können. Andere suchen sich noch unentdeckte Nischenmärkte, in der Hoffnung die starke Konkurrenz so umgehen zu können. Wieder andere versuchen die Entwicklungskosten auf irgendeine Art und Weise unter ein Minimum zu drücken. Der Ausgang dieser angeblich günstigen Lösungen ist vor allem eines: „Unsicher“. Denn der Kunde spart an fachkundiger Beratung, bezahlt aber langfristig mehr am technischen Support Wir konfrontieren unsere Kunden mit den tatsächlichen Risiken, denen sie sich, ihre Fonds-Investoren oder ihre Bank dabei aussetzen und zeigen ihnen Auswege auf, um richtige Software einzusetzen. Das Verhalten einer schlechten Software unter Echtzeitbedingungen ist eben nur schwer vorhersagbar. Und das gilt unabhängig von den hier eingesetzten Algorithmen.
